Aufwendige Neuverfilmung „Sisi“ im Dezember auf ORF 2 und im ZDF
Update 15. Dezember:
Darsteller ergänzt, umfangreiche Ergänzungen bei den begleitenden Sendungen.
(3. Dezember)
Mitte Dezember strahlen ORF2 und ZDF die aufwendige Neuverfilmung „Sisi“ aus dem Jahr 2009 aus.
Gedreht wurde der rund elf Millionen Euro teure Zweiteiler in Koproduktion von Sunset Austria, EOS Entertainment, Publispei, ORF, ZDF und RAI an historischen Schauplätzen wie der Wiener Hofburg, Schloss Schönbrunn und seinen Gärten, Schloss Laxenburg, dem niederösterreichischen Schloss Eckertsau, Schloss Brunnsee in der Steiermark sowie dem Lido und den Gassen von Venedig.
Die Sendetermine:
„Sisi“ – Teil 1
Mittwoch, 16. Dezember 2009, 20:15, ORF 2
(Wh.: Samstag, 19. Dezember, 10:30, ORF 2) sowie
Donnerstag, 17. Dezember 2009, 20:15, ZDF
„Sisi“ – Teil 2
Sonntag, 20. Dezember, 20:15, ORF 2
(Wh.: Mittwoch, 23. Dezember, 9:30, ORF 2) sowie
Sonntag, 20. Dezember, 20:15, ZDF

Cristiana Capotondi spielt die Titelrolle
Foto: ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
Die Rolle der Sisi spielt Cristiana Capotondi, Franz Joseph wird von David Rott dargestellt. Seine Mutter Erzherzogin Sophie, Sisis größte Gegnerin, verkörpert Martina Gedeck.
2000 Komparsen wirkten in der Verfilmung mit. 700 Kostüme wurden geschneidert, davon allein vierzig verschiedene Roben für die Darstellerin der Sisi. Zwanzig Kutschen wurden für den Film detailgetreu ausgestattet. Die goldene Hochzeitskutsche von Sisi und Franz ist ein Original-Sechsspänner von 1740. Für die Dreharbeiten im italienischen Schloss Miramare wurde zudem eigens ein historisches Schiff nach Triest gebracht und im Mittelmeer zu Wasser gelassen.

Sisi (Cristiana Capotondi) und Franz Joseph (David Rott)
Foto: ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
Die Besetzung:
Sisi: Cristiana Capotondi
Franz Joseph: David Rott
Erzherzogin Sophie: Martina Gedeck
Graf Andrassy: Fritz Karl
Maximilian von Österreich: Xaver Hutter
Herzog Max: Herbert Knaup
Herzogin Ludovika: Licia Maglietta
Gräfin Esterhazy: Fanny Stavjanik
Ida Ferency: Katy Saunders
Nené: Christiane Filangieri
Graf v. Thurn u. Taxis: Christoph von Friedl
Marschall Radetzky: Friedrich von Thun
Napoleon III.: Erwin Steinhauer
Eugenie: Andrea Osvart
Charlotte von Belgien: Federica de Cola
Otto von Bismarck: Dieter Kirchlechner
Gräfin Hunyady: Stefanie Fürstenberg
Hebamme: Margarethe Tiesel
Gouvernante: Katrin Reisinger
Waisenhaus-Direktorin: Bea Frey
Händler: Siegfried Walther
General Grünne: Johann Nikolussi
Finanzminister Bruck: Stefan Matousch
Zofe: Sigrid Spörk
Gesellschaftsdame: Martina Zinner
Gesellschaftsdame: Therese Herberstein
und andere
Inhalt Teil 1:
Die Aufregung im bayerischen Schloss Possenhofen ist groß, als der österreichische Kaiser Franz Joseph die junge Nené von Bayern nach Wien einlädt, um sie näher kennen zu lernen. Alle erwarten, dass Franz Joseph Nené um ihre Hand bitten wird. Doch als er bei dem Zusammentreffen auch ihre jüngere Schwester Sisi kennenlernt, verlieben sich beide auf den ersten Blick. Franz Joseph heiratet Sisi gegen den Willen seiner erzkonservativen Mutter Sophie.

Die Hochzeit von Sisi und Franz Joseph steht unter keinem glücklichen Stern, Foto: ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
Schon bald nach der Hochzeit fühlt sich Sisi von den Traditionen am Wiener Hof erdrückt. Zudem wird sie von Sophie unentwegt zurechtgewiesen und in das starre Korsett des Hoflebens gepresst. Sie beginnt, gegen die Etikette bei Hof aufzubegehren. Das bringt ihr die Ablehnung des Hofes, aber die Sympathien des österreichischen Volkes ein. Die Liebe zwischen Sisi und Franz wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Konflikte verschärfen sich noch, als der charismatische ungarische Revolutionär Graf Andrassy auf der Bildfläche erscheint und Sisi für seine Sache gewinnen will. Franz entschließt sich nun, seine Frau stärker in die Regierungsgeschäfte einzubinden und ihre Beliebtheit für seine politischen Zwecke zu nutzen. Sisi begleitet ihren Mann zunehmend bei politischen Auftritten. Gegen den Willen von Erzherzogin Sophie nimmt sie ihre beiden Kinder, Sophie und Gisela, mit auf eine Reise nach Budapest. Dort stirbt ihre kleine Tochter Sophie an einer Lungenentzündung.

Martina Gedeck als herrische Erzherzogin Sophie
Foto: ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
Inhalt Teil 2:
Sisi kann sich kaum vom Tod ihrer geliebten Tochter erholen. Aus der Liebe zu ihrem Mann und ihrer verbliebenen Tochter Gisela schöpft sie die Kraft, sich weiter ihren Aufgaben zu stellen. Und es wird höchste Zeit, denn dem Kaiserreich droht Krieg.
In der Frage um die Erziehung der Kinder, insbesondere des kleinen Kronprinzen Rudolf, kommt es zum Eklat mit ihrer Schwiegermutter. Erzherzogin Sophie sorgt dafür, dass sich dessen Erziehung nach den strikten Prinzipen der Habsburger Traditionen zu richten hat. Franz Joseph gelingt es nicht, Sisi beizustehen und sich gegen seine Mutter zu stellen. Sisi fühlt sich im Stich gelassen und ist am Ende ihrer Kräfte. Sie verlässt Wien, um in Venedig Erholung zu suchen.
Aus Liebe zu Sisi ringt sich Franz Joseph nun durch, sich gegen seine Mutter durchzusetzen. Er nimmt den kleinen Rudolf von der Militärschule. Sisi kehrt darauf gestärkt und triumphierend an den Wiener Hof zurück. Das Volk liebt sie mehr denn je. Sie hat nun die Kraft, die Geschicke des zweitgrößten europäischen Reiches entscheidend mit zu lenken. In letzter Minute schaltet sie sich in den Konflikt zwischen Österreich und Ungarn ein und wird zur Schlüsselfigur für die Zukunft des Kaiserreiches.

Sisi (Cristiana Capotondi) und Graf Andrassy (Fritz Karl)
Foto: ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
Drehbuch: Ivan Cotroneo, Monica Rametta, Christiane Sadlo, Giuseppe Badalucco, Nicola Badalucco und Franca de Angelis
Regie und Kamera: Xaver Schwarzenberger
Musik: Pino Donaggio
Ausstattung: Petra Heim
Kostüme: Enrica Biscossi
Maske: Gino Zamprioli
Außerdem zum Thema im ORF:
16. Dezember, “Winterzeit”
Am Mittwoch, 16. Dezember, 17:40 ist Regisseur Xaver Schwarzenberger Studiogast in der „Winterzeit“ auf ORF 2. Themen sind seine Arbeit am Set und warum seine Sisi kein „Romy-Kopie“ ist.
Die Sendung ist nach ihrer TV-Ausstrahlung für sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek als Video-on-Demand abrufbar.
19. Dezember, Dokumentation:
Am Samstag, 19. Dezember, sendet ORF 2 um 12:10 Tom Matzeks Dokumentation „Elisabeth – Die rätselhafte Kaiserin“.
Darin begeben sich fünf Experten in die Vergangenheit, um ihr Elisabeth-Bild zu rekonstruieren. Mit wissenschaftlichen Methoden und ganz speziellen Kenntnissen helfen sie, das Bild einer komplexen Persönlichkeit zu entwerfen: Ein Kriminalist, ein Psychotherapeut, eine Historikerin, ein Nachfahre der Kaiserin und der Nachfahre eines ihrer Vertrauten – sie alle nähern sich von unterschiedlichen Seiten an und geben neue Einblicke auf die Fakten hinter den Klischees.
20. Dezember, “Seitenblicke Spezial” mit Making-of:
Außerdem am Sonntag, 20. Dezember um 14:00 in ORF 2: ein „Seitenblicke Spezial“ mit einem Making-of: Blicke hinter die Kulissen der Dreharbeiten sowie Interviews mit Erwin Steinhauer, Fritz Karl und Xaver Schwarzenberger.
20. Dezember, Diskussion
Am 20. Dezember 2009 um 22:00, direkt nach dem zweiten Teil “Sisi”, zeigt ORF 2 die Sendung „Sisi – Zwischen Legende und Wahrheit“.
Moderatorin Barbara Stöckl begrüßt Sisi-Hauptdarstellerin Cristiana Capotondi, Regisseur Xaver Schwarzenberger, Produzentin Susanne Porsche, die Historikerin Brigitte Hamann, den Journalisten Karl Hohenlohe und den Experten für gutes Benehmen Thomas Schäfer-Elmayer zu einem Gespräch. Diskutiert werden das Sisi-Bild, der Film, historische Fakten und interessante Details aus dem Leben der legendären Kaiserin, die schon zu Lebzeiten zum Mythos wurde.
30. Dezember, Film über Erzherzog Johann und Anna Plochl:
Am Mittwoch, 30. Dezember steht um 20:15, ORF 2, ein weiteres Mitglied der Habsburger mit Mittelpunkt: Julian Pölsler inszenierte in „Geliebter Johann Geliebte Anna“ die einzigartige und für damalige Zeiten unkonventionelle Liebesgeschichte von Erzherzog Johann und der Bürgerlichen Anna Plochl. Tobias Moretti spielt den Erzherzog Johann, Anna Plochl wird von Anna Maria Mühe dargestellt.
Weiter zum Thema:
Ein „Aufgetischt mit Johann und Johann“ (25. Dezember) und der Dokumentarfilm „Erzherzog Johann – Visionär und Menschenfreund“ (27. Dezember) begleiten die Pölsler-Premiere.
Außerdem die Original-Sissi-Filme im Weihnachtsprogramm von SAT.1:
Die ursprünglichen drei „Sissi“-Filme aus den Jahren 1955 bis 1957 mit Romy Schneider in der Hauptrolle werden im Weihnachtsprogramm von SAT.1 gezeigt.
Die Sendetermine:
Mittwoch, 23. Dezember, 20:15, SAT.1 „Sissi“
Freitag, 25. Dezember, 20:15, SAT.1 „Sissi – Die junge Kaiserin“
Samstag, 26. Dezember, 20:15, SAT.1 „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“.
Autor des Artikels: Susanne Gröschke
