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Musical Chicago in Berlin

Beatles-Tribute-Show LET IT BE vom Londoner West End auf Tournee

Am gestrigen Abend feierte “Let it be”, das Original vom Londoner West End, Premiere im Admiralspalast Berlin und gleichzeitig den Auftakt einer Tournee, die weiter nach Linz, Wien, Zürich und München führt. Bis zum 16. November ist die Show zunächst noch in Berlin zu sehen.

Termine und Tickets für Tournee „Let it be“

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Die Show ist mehr als ein reines Tribute-Konzert. Sie lässt die Erfolgsgeschichte der Beatles Revue passieren, mit hervorragenden, auch äußerlich zum Verwechseln ähnlicher Live-Musiker in den Rollen von Paul, John, George und Ringo sowie hier und da einer Unterstützung am Keyboard. Neben den Musikern, die jede musikalische Nuance und jedes Detail der Bandgeschichte ihrer Vorbilder verinnerlicht haben, wird die Show komplettiert durch fantastische Projektionen und Video-Einspielungen mit Originalbildern in Schwarz-Weiß, die besonders denkwürdige Auftritte wie auch den Zeitgeist der wilden Sechziger wieder in Erinnerung rufen.

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, “Cavern Club”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Das spektakuläre Tribute wurde bereits im Londoner West End und am Broadway in New York umjubelt. Live und ohne technische Tricks werden vierzig der großartigsten Songs aus allen Schaffensphasen der Beatles originalgetreu erlebbar. Darunter sind die Meilensteine der frühen Jahre, ihre Auftritte im Liverpooler Cavern Club über Beat-Enthusiasmus, Flower-Power-Feeling und psychedelische Kapitel bis zu ihren Spätwerken.

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be – Das Beatles-Musical”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Die Beatles sind die erfolgreichste Band aller Zeiten, und auch ihre Musik ist zeitlos. Sie hat die Gefühle und Erinnerungen einer ganzen Generation geprägt, aber auch spätere Generationen und heute junge Menschen immer wieder in ihren Bann gezogen. So ist auch das Premieren-Publikum gut durchmischt. Ob Menschen mit schon ergrautem Haar, Spät-Hippies und Rocker oder junge Leute in den Zwanzigern – alle zusammen feierten am Premierenabend ein großes gemeinsames Happening, sangen die Songs mit, klatschten im Takt, sprangen auf, tanzten, feierten die Show mit Standing Ovations, tosendem Applaus und erbaten eine Zugabe nach der anderen.

Noch bis zum 16. November ist „Let it be“ im Berliner Admiralspalast zu erleben, dann folgen die Stationen Linz, Wien, Zürich und München.

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Die Tournee-Termine:

Berlin, Admiralspalast: 11. bis 16. November 2014
Linz, Brucknerhaus: 18. und 19. November 2014
Wien, Stadthalle Halle F: 21. bis 23. November 2014
Zürich, Theater 11: 25. bis 30. November 2014
München, Circus Krone: 2. bis 7. Dezember 2014

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Die Cast:

Paul: Emanuele Angeletti, Peter John Jackson
John: Paul Canning, Michael Gagliano
George: Paul Mannion (Berlin, Linz, Wien), John Brosnan (Zürich, Mannheim)
Ringo: Ben Cullinworth (Berlin, Linz, Wien), Luke Roberts (Zürich, München)

Keys: Michael Bramwell (Berlin, Linz, Wien), Philip Dennis (Zürich, München)

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Kreative:

Production u. Creative Director: Scott Christensen
Musical Supervisor: John Maher
Scenic Designer: Tim McQuillen-Wright
Global Lighting Designer: Stephan Gotschel
Sound Designer: Gareth Owen
Video Designer: Duncan McLean
Original Video Designer: Darren McCaulley, Mathieu St.-Arnaud
Production Manager: Patrick Molony

Let it be Das Beatles Musical
”Let it be”, 11. November 2014, Admiralspalast Berlin, ©Frank Straub buehnenfotos.de

Die Songs:

I. Akt

Cavern Club: I saw her standing there, Please please me, It won’t be long
Royal Variety Performance: She loves you, I want to hold your hand, All my loving
Hard Day’s Night: A hard day’s night, Can’t buy me love, Do you want to know a secret, I wanna be your man, Yesterday
Shea Stadium: Help, I feel fine, Ticket to ride, Drive my car, Twist and shout, Day Tripper
Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band: Sgt. Pepper’s lonely hearts club band, With a little help from my friends, Eleanor Rigby, Lucy in the sky with diamonds, When I’m sixty-four, Sgt. Pepper’s lonely hearts club band (Reprise), A day in the life

II. Akt

Peace and Love: Magical mystery tour, All you need is love, Penny Lane, Strawberry fields forever
Acoustic: Blackbird, We can work it out, Norwegian wood, Here comes the sun, In my life, The long and winding road, While my guitar gently weeps
Abbey Road: Come together, Get back, Revolution, The end
Zugaben: Back in the U.S.S.R., Let it be, Hey Jude

Eine Zeitreise mit den Beatles
(Text: BB Promotion)

Hamburg und der Cavern Club

Auch wenn die Beatles in Vorläuferbands bereits seit Ende der 1950er Jahre existierten, markiert das Jahr 1960 den eigentlichen Beginn der Erfolgsstory: Am 17. August 1960 nämlich treten John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Pete Best erstmals unter dem Namen „The Beatles” auf – im Striplokal Indra im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli, später im Kaiserkeller und dem legendären Star-Club.
Nach ihrer Rückkehr nach England geben die Beatles am 9. Februar 1961 ihr erstes von insgesamt 292 Konzerten im Liverpooler Cavern Club, wo sie im Herbst desselben Jahres von Brian Epstein entdeckt werden, dem Geschäftsführer eines Schallplattenladens und späteren Bandmanager. Nach unzähligen Live-Auftritten und diversen Vorspiel-Terminen unterzeichnen die Beatles schließlich im Juni 1962 ihren ersten offiziellen Plattenvertrag mit EMI Parlophone, am 5. Oktober 1962 wird mit „Love Me Do“ die erste Single der Band veröffentlicht. Der Legende nach soll Brian Epstein selbst zehntausend Exemplare gekauft haben, um sicherzugehen, dass es die Platte in die Top Zwanzig schafft.

Auftritt bei der Royal Variety Performance

Nur wenige Monate später, am 16. Februar 1963, gelingt den Beatles mit der Single „Please Please Me“ die erste Nummer-Eins-Platzierung in Großbritannien; am 22. März 1963 wird das gleichnamige Album als ers¬tes Beatles-Album überhaupt veröffentlicht. Zu Ehren der Queen spielt die Band im November bei der Royal Variety Performance in London, wo sich Paul McCartney zu einem legendären Kommentar hinreißen lässt: „Would the people in the cheaper seats clap your hands. And the rest of you, if you’ll just rattle your jewellery.“ („Die Leute auf den billigen Plätzen bitte in die Hände klatschen. Und wenn der Rest von Ihnen ein¬fach mit den Juwelen klimpern würde“.) Im selben Monat erscheint das zweite Album, With the Beatles, mit Songs wie „All My Loving“ oder „It Won’t Be Long“.

Höhepunkt der Beatlemania: Die Beatles in den USA

Im Februar 1964 reist die Band nach New York, wo sie von gut fünftausend kreischen¬den Fans in Empfang genommen werden. Ihren Auftritt in der berühmten Ed Sullivan Show verfolgen ungefähr 71 Millionen Zuschauer, Elvis Presley gratuliert ihnen noch während der Show per Telegramm zu ihrem Erfolg. Die „Beatlemania“ trifft die USA spätestens dann endgül¬tig, als die Band mit ihren Songs die vorderen fünf Hitparaden-Plätze zeitgleich in Beschlag nimmt: mit „Can’t Buy Me Love“, „Twist and Shout“, „She Loves You“, „I Want to Hold Your Hand“ und „Please Please Me“. Im Juli 1964 erscheint die Single „A Hard Day’s Night“, im Dezember desselben Jahres das Album Beatles for Sale.

Das legendäre Stadium Konzert und musikalisches Neuland

Nach dem Film „Help!“ kommt wenig später, im Juli 1965, das gleichnamige Album mit Titeln wie „Ticket to Ride“ und „Yesterday“ auf den Markt. Mit rund 56000 Besuchern geben die Beatles am 15. August 1965 das größte Rockkonzert ihrer Karriere – mit einer bis dahin noch nicht da¬gewesenen Zuschauerzahl. Der enorme Lärmpegel der kreischenden, vornehmlich weiblichen Fans ist so groß, dass weder die Fans noch die Band selbst ihre Musik hören können. Im Herbst 1965 verleiht die Queen den Bandmitgliedern den Ritterorden, den John Lennon al¬lerdings als Zeichen seines Protestes gegen den Vietnamkrieg später wieder zurückgibt. Nach einer rekordverdächtigen Einspielzeit von nur vier Wochen er¬scheint am 3. Dezember 1965 das Album Rubber Soul, das erstmals eine neue Stilrichtung einschlägt und für das die Beatles die vielfältigen Möglichkeiten der Ton- und Aufnahmetechnik zu nutzen begannen. Der Einsatz einer indischen Sitar beim Song „Norwegian Wood“ löst einen wahren Run auf das Instrument aus und beeinflusst auch andere Bands wie die Beach Boys in ihrem künstlerischen Schaffen. Während „Drive My Car“ und „In My Life“ auf dem Album zu finden sind, erscheint „Day Tripper“ zeitgleich als Singleauskopplung.

Das Streben nach Perfektion und Psychedelic Rock

Im Frühjahr 1966 stößt John Lennons Kommentar über das Ende des Rock’n‘Roll und der Christenheit auf wenig Reaktion in Europa, löst jedoch in den USA, insbesondere im „Bible Belt“ der konservativen und oft äußerst religiösen Südstaaten, große Empörung aus. Es folgen Radio-Verbote, die öffentliche Verbrennung von Beatles-Platten und Drohun¬gen des Ku-Klux-Klans. Die Band beschließt daraufhin, ihre Tournee abzubrechen. Am 5. August veröffentlichen sie das Album Revolver – aus musikalischer Sicht absolutes Neuland für die Beatles hinsichtlich Klang und instrumentaler Bandbreite. Viele der Stücke, wie etwa „Eleanor Rigby“, waren unter Drogeneinfluss entstanden – John Lennon habe seine Erfahrungen mit LSD in den Titeln festhalten wollen, heißt es – und psychedelisch angehaucht. Am 1. Mai 1967 verkündet das Plattenlabel EMI zweihundert Millionen welt¬weit verkaufte Beatles-Platten, einen Monat später kommt das Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band auf den Markt – mit dem gleichnamigen Titelsong und so bekannten Hits wie „With a Little Help from My Friends“, „Lucy in the Sky with Diamonds“, „A Day in the Life“ oder „When I’m Sixty-Four“. Die Titel „Strawberry Fields Forever“ und „Penny Lane“ waren ursprünglich auch für das Album gedacht, werden aber als Single mit zwei A-Seiten schon im Vor¬feld veröffentlicht. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band schreibt als eines der ersten Konzeptalben Musikgeschichte und hält sich 27 Wochen an der Spitze der britischen Albumcharts sowie fünfzehn Wochen als Nummer Eins der amerikanischen Billboard Charts.

Peace and Love

Am 25. Juni 1967 überträgt der erste internationale Fernsehsatellit einen Auftritt der Beatles im TV-Sender BBC, bei dem sie John Len¬nons Friedenshymne „All You Need Is Love“ zum Besten geben. Rund vierhundert Millionen Zuschauer in 31 Ländern rund um den Globus verfolgen die Sendung. Wenige Wochen später wird Manager Brian Epstein tot in seiner Wohnung aufgefunden. Ein Ereignis, das laut John Lennon das Ende der Beatles einläutete: „The Beatles were finished when Eppy died. I knew, deep inside me, that that was it. Without him, we’d had it.“ („Mit Eppys Tod waren die Beatles an ihrem Ende angelangt. In meinem tiefsten Innern wusste ich, dass es das war. Ohne ihn würde es einfach vorbei sein.“) Am 26. Dezember strahlt BBC die Magical Mystery Tour aus, die in den Medien kaum Zustimmung findet.

Von Yellow zu White

Am 6. Juni 1968 erscheint der Zeichentrickfilm „Yellow Submarine“ mit der Musik der Beatles, und nach einer intensiven Schaffensphase folgt am 25. November unter dem Namen des von den Beatles selbst gegründeten Unternehmens Apple das Album The Beatles, auch bekannt unter dem Titel White Album mit weltberühmten Songs wie „While My Guitar Gently Weeps“ und „Blackbird“. Vor dem eigentlichen Veröffentli¬chungstermin liegen bereits 1,9 Millionen Vorbestellungen vor. Das Album wird zum bestverkauften Doppelalbum aller Zeiten. Die Platte zeugt bereits von der fortschreitenden Unabhängigkeit der Musiker von¬einander und der individuellen Weiterentwicklung eines jeden Band¬mitgliedes. Bereits eine Woche später veröffentlicht George Harrison seinen Film-Soundtrack „Wonderwal“l.

Das Ende der Beatles

Am 13. Januar 1969 erscheint das Album „Yellow Submarine“ mit dem gleichnamigen Titelsong, gefolgt vom letzten öffentlichen Auftritt der Beatles am 30. Januar 1969 auf dem Dach ihres Apple-Firmensitzes in der Savile Row. Nach den ersten selbstständigen Veröffentlichungen und Auftritten von John Lennon und Ringo Starr kommen die Beatles im August desselben Jahres zu Studioaufnahmen für ihr Album „Abbey Road“ zusammen. Kurz darauf erklärt John Lennon seinen Austritt aus der Band, nur wenig später erscheint am 26. September 1969 „Abbey Road“, das augenblicklich die Charts stürmt und sich in Großbritannien elf Wochen auf Platz Eins halten kann. Auf dem Album sind Songs wie „Come Together“ und „Here Comes the Sun“ zu finden. Am 10. April 1970 erklärt auch Paul McCartney in einem Interview sein Ende bei den Beatles und veröffentlicht – wie auch kurz zuvor schon Ringo Starr – sein erstes Soloalbum. Am 8. Mai erscheint mit „Let It Be“ das letzte gemeinsame Studioalbum der Beatles mit einem Vorverkauf von rund vier Millionen Alben. Der gleichnamige Film folgt wenige Tage später; er dokumentiert die Entstehung des Albums.

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Autor des Artikels: Susanne Gröschke