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Musical Chicago in Berlin

Disneys Die Schöne und das Biest 2014/2015 auf Tournee in Berlin, München, Düsseldorf und Köln

Das renommierte Budapester Operetten- und Musicaltheater, das mit der deutschsprachigen Inszenierung von Disneys „Die Schöne und das Biest“ bereits mehrfach in Deutschland gastierte, erfreut die Zuschauer derzeit und noch bis zum 13. Dezember 2014 im Admiralspalast Berlin.

Anschließend ist es in München, Düsseldorf und Köln zu sehen.

Mit Beifallsstürmen und minutenlangen Standing Ovations wurde das Ensemble am gestrigen Abend, 29. November 2014, bei der Premiere im Berliner Admiralspalast gefeiert.

Disneys Die Schöne und das Biest Budapester Operetten- und Musicaltheater
“Die Schöne und das Biest“, Tournee des Budapester Operetten- und Musicaltheaters 2014/2015, ©BB Promotion/Stefan Malzkorn

Die aufwendige Tournee begeistert nicht nur mit ausgezeichneten Sängerinnen, Sängern, Tänzerinnen und Tänzern, sondern auch mit opulenten, farbenprächtigen Kostümen, einem märchenhaften Bühnenbild sowie einem Live-Orchester von sage und schreibe 21 Musikern unter dem Dirigat von László Makláry.

Abgesehen von dem gigantischen Orchester der „West Side Story“ in der Komischen Oper hat man in der Hauptstadt schon lange keine Musicalproduktion mit solch einem großen, klang- und kraftgewaltigen Orchester mehr gehört.

Allein das war eine Wohltat, aber auch die Stimmen einiger Solisten sorgten für Begeisterung und Gänsehaut. Manchmal wünscht man sich Reprisen, Reprisen und nochmals Reprisen – zum Beispiel, wenn Sándor Barkóczi als „Das Biest“ „Wie kann ich sie lieben“ singt. Auch Kitti Jenes als „Belle“ war nicht nur eine Augen-, sondern auch eine Ohrenweide. Diesen beiden Solisten stehen ihre Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne allerdings kaum nach.

Disneys Die Schöne und das Biest Budapester Operetten- und Musicaltheater
“Die Schöne und das Biest“ in der Schloss-Bibliothek, Budapester Operetten- und Musicaltheater, ©BB Promotion/Stefan Malzkorn

Hinzu kommen neben den fantasiereichen und prächtigen Kostümen die fantastischen Kulissen, die in Verbindung mit exzellentem Lichtdesign die perfekte Illusion eines mystischen Waldes oder ein uraltes Schloss voller wunderbarer Details entstehen lassen.

Wer das Musical „Tanz der Vampire“ liebt und vermisst (und wer tut das nicht), der wird gelegentlich daran erinnert. Etwa wenn sich die Wendeltreppe des Westflügels eindreht. Kurz bevor das Biest zu sehen ist, denkt man eine Sekunde an den majestätischen von Krolock, der sich auf dieser Treppe auch gut machen würde. Im Wald (und das ist mal ein Wald!) wird das Biest von Wölfen angegriffen. Hier stecken Darsteller in Kostümen, sie hechten, fliegen und springen von allen Seiten auf das Biest und wirken weitaus realistischer und gefährlicher als die putzigen Pelzpuppen draußen vor dem Vampirschloss, die sich um Koukol kümmern.

Disneys Die Schöne und das Biest Budapester Operetten- und Musicaltheater
“Die Schöne und das Biest“, „Wieder Mensch sein“, Budapester Operetten- und Musicaltheater, ©BB Promotion/Stefan Malzkorn

In dieser Inszenierung des alten französischen Volksmärchens wurde auf jedes Detail geachtet, selbst wenn es nur für einen Augenblick von Wichtigkeit ist. Und das Publikum wird hier und da auch mit Zauberei überrascht. Selbst wenn man genau hinschaut und den Trick erkennen will, wird man genarrt. Die Tafel für das romantische Dinner von Belle mit dem Biest etwa wird als langes Tischtuch entfaltet, ausgebreitet und fallen gelassen, doch es schwebt nicht wie erwartet zu Boden, sondern liegt plötzlich tatsächlich auf einem langen Tisch, der von irgendwoher gekommen sein muss und nach dem Essen wieder genau so unsichtbar verschwindet. Auch die Verwandlung des Biestes in den Prinzen ist geradezu märchenhaft und unglaublich. Ein zotteliges Monster schwebt über der Bühne im Licht, es wird keinen Augenblick dunkel, und trotzdem schwebt der verwandelte Prinz mitsamt kostbaren Kostüm wieder herunter.

Es gibt insgesamt so einiges zu staunen in diesen Vorstellungen des Budapester Operetten- und Musicaltheaters. Über einhundert Beteiligte – 41 Darsteller, 21 Musiker, Techniker und Crew – sorgen für viele zauberhafte, romantische, überraschende, ergreifende und auch witzige Momente mit ihrer Inszenierung von Disneys „Die Schöne und das Biest“.

Disneys Die Schöne und das Biest Budapester Operetten- und Musicaltheater
“Die Schöne und das Biest“, Budapester Operetten- und Musicaltheater, ©BB Promotion/Thommy Mardo

Die Tournee-Termine:

Berlin, Admiralspalast: 28. November (Premiere 29. November) bis 13. Dezember 2014
München, Deutsches Theater: 17. Dezember 2014 (Premiere 18. Dezember) bis 11. Januar 2015
Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein: 1. bis 12. Juli 2015
Köln, Musical Dome: 9. bis 20. September 2015

Die Besetzung (Premiere Berlin, 29. November 2014)

Das Biest: Sándor Barkóczi
Belle: Kitti Jenes
Gaston: Norman Szentmártoni
Lefou: László Sánta
Lumière: Ádám Bálint
Herr von Unruh: Tamás Földes
Babette: Edit Vörös
Madame Pottine: Lilla Polyák
Tassilo: Maurice Schnieper
Madame de la Grande Bouche: Ildikó Sz. Nagy
Maurice: Attila Bardódzy
D’Arque: Ottó Magósc

Musicalensemble und Orchester des Budapester Operetten- und Musicaltheaters sowie Artisten

Kreativteam:

Musik: Alan Menken
Texte: Howard Ashman, Tim Rice
Buch: Linda Woolverton
Regie: György Böhm
Musikalische Leitung: László Makláry
Choreographie: Éva Duda
Deutsche Übersetung: Lutz Riedel
Deutsche Einstudierung: Martin Harbauer
Bühnenbild: István Rózsa
Kostüme: Erzsébet Túri
Spielleitung: László Rogács
Lichtdesign: Péter Somfai
Creative Associate: Szílárd Somogyi
Künstlerischer Direktor Miklós-Gábor Kerényi („Kero®“)

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Autor des Artikels: Susanne Gröschke