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Musical Chicago in Berlin

Juliana de Aquino auf Passagierliste AF 447

Update: 5. Juli 2012

Laut Abschlussbericht zum Absturz des Air-France-Fluges AF 447, der am 5. Juli 2012 veröffentlicht wurde, ist als Absturzursache eine Kombination aus menschlichen Fehlern, technischem Versagen und der herrschenden Unwetterlage anzusehen.

Ausführlicher zum Abschlussbericht hier:

Welt Online: Wie das Airbus-Drama in elf Kilometern Höhe ablief

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Update 29. Juli 2011

Nach Überzeugung der französischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle, BEA, ist der Absturz des Airbus auf mehrere Fehler der Piloten zurückzuführen. Sie hätten Warnsignale ignoriert und nicht den Vorschriften entsprechend gehandelt.

Ausführlichere Informationen dazu in diesem Artikel auf Spiegel Online.

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Update 16. Mai 2011

Nachdem Anfang April 2011, zwei Jahre nach dem Absturz, nach weiteren Suchaktionen sowohl Flugschreiber als Stimmenrecorder der Unglücksmaschine gefunden und geborgen werden konnten, besteht die Chance, den Hergang des Unglückes aufklären zu können: Nach ersten Untersuchungen können sowohl die Flugschreiberdaten ausgelesen, als auch die Aufnahmen des Stimmrecorders abgerufen werden.

Spezialisten sind nun für mehrere Wochen damit beschäftigt, die gewonnenen Daten zu sichern und zu analysieren. Erste Ergebnisse sollen noch im Sommer 2011 veröffentlicht werden.

Bei dem Unglück am 1. Juni 2009 waren 228 Menschen ums Leben gekommen.

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(2. Juni 2009)

Nach dem Absturz des Airbus A330 mit der Flugnummer AF 447 auf dem Weg von Rio nach Paris am 1. Juni 2009 hat das brasilianische Luftfahrtministerium die Namen einiger Passagiere der verschwundenen und vermutlich abgestürzten Maschine bekannt gegeben. Demnach soll sich auch die 29jährige Musicalsängerin Juliana de Aquino auf der Passagierliste befunden haben.

Juliana Ferreira Braga de Aquino, gebürtige Brasilianerin, kam 2003 nach Deutschland und war vier Jahre lang Swing und Cover „Shenzi“ im Musical „König der Löwen“ in Hamburg. Zuletzt gehörte sie zur Cast von „Wicked“ in Stuttgart – als Ensemblemitglied und Zweitbesetzung „Madame Akaber“.

Laut express.de bestätigte Aquinos Agentin Janet Tyler, dass sich die Sängerin an Bord des Fluges AF 447 befunden hatte.

Der Offizielle Deutsche Wicked Fanclub veröffentlichte am Abend des 2. Juni im offenen Bereich seines Mitgliederforums ein Statement des Palladium Theaters Stuttgart an die Mitglieder des Fanclubs.

In einem weiteren Fanforum zum Musical Wicked wird berichtet, dass am Abend des 2. Juni im Apollo Theater Stuttgart nach der Vorstellung von „We will rock you“ mit einer Schweigeminute der Opfer des Flugzeugabsturzes gedacht wurde.

Die Stuttgarter Zeitung berichtet, dass sich die Mitarbeiter des Palladium Theaters am 3. Juni zu einem Gottesdienst versammelten. Die Vorstellung am Mittwoch wurde Juliana de Aquino gewidmet. Ein Foto der Darstellerin wurde im Theaterfoyer aufgestellt, und nach der Vorstellung legten ihre Kolleginnen und Kollegen weiße Rosen auf die Bühne.

+++ Die gefundenen Wrackteile sowie Spuren von Öl und Kerosin in der Nähe der Inselgruppe Fernando de Noronha wurden mittlerweile zweifelsfrei der Unglücksmaschine zugeordnet. Nach Einschätzung der französischen Regierung gibt es keine Hoffnung mehr für die Passagiere und Besatzungsmitglieder. Für die Suche nach der Black Box, die die technischen Flugdaten enthält und 30 Tage lang ein Signal aussendet, schickte die französische Regierung ein Spezialschiff sowie Tauchroboter und ein bemanntes U-Boot zur Unglücksstelle. Durchschnittlich wird an der Fundstelle eine Seetiefe von 4000 Metern erreicht.

+++ Ein Notruf der Besatzung oder ein automatisches Notsignal vor dem Verschwinden des Flugzeugs wurden den Berichten zufolge nicht empfangen, jedoch eine Serie automatischer Meldungen, die Probleme mit der Elektronik signalisierten. Die Tagesschau zitierte Frankreichs Premierminister François Fillon, der sagte, dass danach „alle Systeme während drei Minuten außer Betrieb“ waren. Air France verwies – ebenfalls laut Tagesschau – darauf, dass eine derartige Situation bei diesem Flugzeugtyp „noch nie dagewesen“ sei.

+++ Am Nachmittag des 3. Juni wird in der Pariser Kathedrale Notre Dame ein ökumenischer Gottesdienst für die Familien und Angehörigen der 228 verunglückten Passagiere, darunter 28 Deutsche, und der Besatzungsmitglieder stattfinden. In Brasilien wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

+++ In Rio de Janeiro findet am 4. Juni (10:00 Ortszeit, 15:00 deutscher Zeit) in der Kirche Igreja Candelária ein ökumenischer Trauergottesdienst für die verunglückten Passagiere und Besatzungsmitglieder statt.

+++ Die Zahl der deutschen Opfer hat sich nach Angaben der Bundesregierung von bisher angegebenen 26 auf 28 erhöht. Unter den deutschen Opfern waren 10 Frauen, 17 Männer und ein Kind. Hinzu kommen fünf nicht-deutsche Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik hatten. Mit elf Verunglückten kamen die meisten der Opfer aus Baden-Württemberg, unter ihnen auch Juliana de Aquino.

+++ Laut tagesschau.de und anderen Medienberichten wurde bisher noch kein Wrackteil der Air-France-Maschine geborgen. Die am Donnerstag geborgenen Teile gehören auf keinen Fall zu einem Flugzeug, teilte ein Sprecher der brasilianischen Luftwaffe mit. Bisher gebe es keinerlei Signal von dem abgestürzten Wrack und keine Spur von den 228 Insassen. Die Sucharbeiten würden intensiv fortgesetzt, werden allerdings am Freitag durch schlechtes Wetter erschwert. Aus Frankreich sind U-Boote zur Tiefsee-Bergung unterwegs. Sie sollen nach der Black Box mit Flugschreiber und Stimmrecorder suchen, die letztlich als einzige Aufschluss über den Unglückshergang geben können. Nachdem am Donnerstag mehrere Experten geäußert hatten, dass der Inhalt der Serie automatischer Signale, die große Streuung der Wrackteile und nicht verbranntes Kerosin darauf hindeuten, dass der Airbus in großer Höhe auseinander gebrochen sein muss, warnten französische Ermittler vor Spekulationen. Derzeit herrsche weiter Ungewissheit über die Ursache des Unglücks. Sicher sei bisher lediglich, dass es „in der Nähe der Flugroute für den Äquator typische Gewitterwolken gegeben habe und dass verschiedene Geschwindigkeitsmessungen nicht übereinstimmten“.

Am Freitag wird in Rio ein katholischer Gottesdienst für die Opfer des Unglücks abgehalten.

+++ Ab Sonntag, 7. Juni, eine Woche nach dem Absturz des Air-France-Airbusses, wird die Direktflugverbindung Air France von Rio de Janeiro nach Paris eine neue Flugnummer erhalten und künftig die Flugnummer AF 445 tragen.

+++ Am Samstag wurden Wrackteile des Airbus sowie zwei männliche leblose Körper geborgen, deren Identität zur Zeit ermittelt wird. Gefunden wurden außerdem ein Teil der Tragfläche des Airbus sowie persönliches Fluggepäck. Eines enthielt ein Flugticket für den Flug AF 447. Die Suche wird intensiv fortgesetzt. Frankreich entsandte zur Aufspürung der Black Box ein zusätzliches U-Boot mit hochempfindlichen Sonargeräten.

+++ Insgesamt 16 Absturzopfer wurden mittlerweile geborgen. Viele der Hinterbliebenen haben inzwischen DNA-Proben abgegeben, um eine Identifizierung zu ermöglichen. Die französische Regierung hat einen Sonderbeauftragten ernannt, der den Hinterbliebenen, gleich welcher Nationalität, jegliche Unterstützung zukommen lassen soll, vor allem bei der Zusammenarbeit mit Behörden und Air France.

+++ In der Nacht zum Dienstag erhöhte sich die Zahl der bereits geborgenen Absturzopfer nach Angaben der französischen und brasilianischen Bergungshelfer auf „mindestens 29“.

+++ Die Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Bereits 41 der Verunglückten wurden mittlerweile geborgen, zudem viele persönliche Gegenstände der Passagiere, hunderte Wrackteile sowie ein Teil des Seitenleitwerks. Das Suchgebiet wurde weiter ausgedehnt, um durch die Strömung abgetriebene Absturzopfer zu finden. Das französische Atom-U-Boot mit hochsensibler Sonartechnik zur Suche nach der Black Box wird am Mittwoch erwartet.

+++ Nach einem auf stern.de veröffentlichten Bericht geriet zwei Tage vor dem Absturz der Air-France-Maschine ein Lufthansa-Jumbo im selben Gebiet in ein schweres Gewitter mit so heftigen Turbulenzen, dass Passagiere verletzt wurden. Dem Bericht zufolge soll der Pilot von der Heftigkeit der Turbulenzen vollkommen überrascht gewesen sein und habe in der Dunkelheit die Gewitterzellen nicht deutlich ausmachen können.

+++ Am 13. Juni fand in der Düsseldorfer Johanneskirche ein Gottesdienst für die Unglücksopfer statt.

+++ Bisher wurden 51 Absturzopfer geborgen. Die Suche nach der Black Box geht unvermindert weiter.

+++ Die brasilianischen Behörden haben bisher elf der geborgenen Absturzopfer identifiziert. Nach dem Bericht einer brasilianischen Zeitung handelt es sich um zehn Brasilianer und einen männlichen Ausländer. Die Flugschreiber des Airbus A330 wurden bisher nicht entdeckt.

+++ Nach einem am Donnerstag, 2. Juli 2009, durch den Leiter der Untersuchungsbehörde Alain Bouillard veröffentlichten Bericht brach der Airbus nicht in der Luft auseinander, sondern schlug allem Anschein nach sehr plötzlich in Gänze und mit hoher Geschwindigkeit vertikal auf dem Wasser auf. Drei gefundene Schwimmwesten seien nicht aufgeblasen gewesen, was darauf hindeutet, dass der Absturz für die Passagiere so überraschend kam, dass keine Zeit für Schutzmaßnahmen blieb. Es wurden keine Brand- oder Sprengstoffspuren gefunden. Die Suche nach den Black Boxes, die einzig verlässliche Aufschlüsse über das Unglück geben könnten, soll noch bis zum 10. Juli fortgesetzt werden.

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(20. August 2009) Die Suche nach dem Wrack und den Flugschreibern durch französische Behörden wurde vorerst eingestellt, man hoffe aber weiterhin, diese noch zu finden. Dafür werden nun alle bisher vorliegenden Erkenntnisse durch ein Expertenteam aus Frankreich, Brasilien, Deutschland, Großbritannien und den USA intensiv analysiert. Danach soll dann eine weitere Suchphase mit Hilfe vorliegenden Meeresgrund-Vermessungen beginnen, auf deren Basis eine Karte für ein erweitertes Gebiet erstellt wurde. Bisher war der Umkreis von 70 Kilometern um den Ort des letzten Flugschreiber-Signals abgesucht worden.
Die derzeitigen Erkenntnisse über den möglichen Unglücksverlauf sind unverändert: Wahrscheinlich ist das Flugzeug völlig intakt und mit hoher Geschwindigkeit auf der Meeresoberfläche aufgeschlagen. Es gab keine Spuren, die auf einen Brand oder Sprengstoff hindeuten.

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Autor des Artikels: Susanne Gröschke