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Musical Chicago in Berlin

Preisgekrönter Dokumentarfilm First Position – Ballett ist ihr Leben ab 4. Juli 2013 im Kino

Ab heute ist „First Position – Ballett ist ihr Leben“ im Kino zu sehen – ein Dokumentarfilm von Bess Kargman, der beim Internationalen Filmfestival in Toronto Premiere feierte und dort den zweiten Platz beim Publikumspreis errang. Er wurde außerdem beim New Yorker DOC Filmfestival mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis beim San Francisco DOCFEST mit dem Jurypreis ausgezeichnet.

First Position
Szenenbild „First Position“: Joan Sebastian Zamora beim Aufwärmen, ©2013 Ascot Elite Filmverleih GmbH

Der Film begleitet sechs junge Ausnahme-Talente bei der Vorbereitung auf einen alles entscheidenden Moment: Nur fünf Minuten hat jeder von ihnen, beim größten und renommiertesten Ballett-Wettbewerb Youth America Grand Prix zu überzeugen und ein Stipendium zu erringen.

Mit Herzblut und Leidenschaft, blutigen Füßen und schmerzenden Gliedern fiebern dort fünftausend junge Tänzerinnen und Tänzer aus der ganzen Welt einem einzigen Ziel entgegen: ihrem großen Auftritt auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „First Position“ ist ein fesselndes und bewegendes Porträt der begabtesten jungen Ballettstars von morgen.

First Position
Szenenbild „First Position“: Miko Fogarty vor ihrem großen Auftritt, ©2013 Ascot Elite Filmverleih Gmbh

Der Youth America Grand Prix ist einer der größten und renommiertesten Nachwuchs-Ballett-Wettbewerbe der Welt. Mit jährlich fünftausend Teilnehmern weltweit und über 250000 Dollar in Form von Stipendien sowie die Möglichkeit von Vertragsabschlüssen mit den wichtigsten Kompagnien der Welt bietet dieser Wettbewerb eine einzigartige Chance für junge, begeisterte Tänzer, ihren Traum zu leben.

First Position
Szenenbild „First Position“: Perfektion bis in die Spitzen – über den Dächern der Stadt, ©2013 Ascot Elite Filmverleih GmbH

Regisseurin Bess Kargman zur Idee für ihren Film: „Eines Tages ging ich in Manhattan an einer Gruppe Ballett-Tänzer vorbei, die gerade darauf warteten, in die letzte Runde des Youth America Grand Prix-Wettbewerbs zu kommen. Die Veranstaltung war ausverkauft, also schlich ich hinein und saß in den hinteren Reihen. Ein elf Jahre altes Mädchen kam auf die Bühne, deren zweiminütige Aufführung von solch einer Kunstfertigkeit, Grazie und Stärke strotzte, dass ich aufstand, aus dem Theater ging und wusste: Das ist MEIN Film. Es folgte ein spannendes und anstrengendes Jahr Dreharbeiten, dann fast ein Jahr Postproduktion. Ich wollte zeigen, wie vielfältig die Welt des Balletts ist. Außerdem wollte ich Stereotypen aufsprengen, denn nicht alle dünnen Ballerinen sind magersüchtig, nicht alle männlichen Ballett-Tänzer sind schwul und nicht alle Bühnenmütter sind wahnsinnig. Ich bin den talentierten Menschen – sowohl vor, als auch hinter der Kamera – extrem dankbar, die alles dafür getan haben, dass ‚First Position’ zu dem Film wurde, den ich schon immer sehen wollte!“

First Position
Szenenbild „First Position“: Aufwärmen an der Stange, ©2013 Ascot Elite Filmverleih GmbH

Die Protagonisten des Films:

Miko Fogarty
wurde 1997 in London geboren. Seit frühester Kindheit ist es ihr Traum, Ballerina zu werden. Miko lebt mit ihrem Bruder Jules – ebenfalls im Film zu sehen – und ihrer Familie in Orinada, Kalifornien. Sie trainiert dort mit Viktor Kabaniaev innerhalb des „Professional Program“ der Westlake School of Perfoming Arts. Während der Dreharbeiten trainierte sie im renommierten „Diablo Apprentice Program“. Neben vielen anderen Auszeichnungen gewann sie 2009 und 2011 die Goldmedaille der „World Ballet Competition“ in Florida. Seit ihrem zwölften Lebensjahr absolviert sie die Schule online, um dem Ballett mehr Zeit widmen zu können. Dies erlaubt ihr, vier bis fünf Stunden am Tag zu trainieren, zu Wettbewerben zu reisen und an Touren teilzunehmen.

Jules Fogarty
wurde 1999 in London, Großbritannien geboren. Sein Vater ist Engländer, seine Mutter Japanerin. Im Alter von vier Jahren begann er mit dem Ballett. Als 9Jähriger trat er erstmals bei YAGP auf und gewann den ersten Platz im regionalen Wettbewerb sowie Bronze bei den Endausscheidungen in New York. Im darauf folgenden Jahr, während der Dreharbeiten für „First Position“, trat er nochmals beim YAGP an, gewann aber nicht. Eines Tages will er Unternehmer werden, so wie sein Vater.

Joan Sebastian Zamora
verließ mit sechzehn Jahren sein Heimatdorf in Kolumbien, auf der Suche nach einer besseren Zukunft in Amerika. Bei jedem Anruf nach Hause wird er an die großen Opfer erinnert, die seine Familie für ihn bringt. Sein größter Traum ist es, einmal für das Royal Ballet in London zu tanzen – so wie sein Vorbild, der kubanische Star Carlos Acosta. Mit dem Gewinn des „Youth America Grand Prix“-Stipendiums für die Royal Ballett School ist er der Erfüllung seines Traums einen Schritt näher gekommen.

Aran Bell
begann mit vier das Ballett-Training in Bremerton, Washington und trainierte danach beim Central Pennsylvania Youth Ballet. Der heute 11Jährige besuchte zudem die Sommerprogramme der Royal Ballet School und des American Ballet Theatre. Er gewann bei den „Youth America Grand Prix“ Endausscheidungen 2009 und 2010 den „Hope Award“ als aussichtsreichster Nachwuchstänzer seiner Altersklasse, 2010 auch den „Grand Prix“ beim Internationalen Ballettwettbewerb in Mailand und 2011 den „Junior Grand Prix“ bei den YAGP Endausscheidungen. Er erhielt viele weitere Preise und trat bei unzähligen Galas in Europa und den USA auf. Aran trainiert fünf Stunden täglich, dafür erhält er zu Hause privaten Schulunterricht, um die zwei Stunden Fahrzeit zu seinem Training in Rom auf sich nehmen zu können.

Michaela DePrince
Die Kriegswaise aus Sierra Leone wurde im Alter von vier Jahren von einer amerikanischen Familie aus New Jersey adoptiert. Ihre erste Begegnung mit Ballett war ein zerknülltes und verschmiertes Foto aus einem Magazin, das sie an den Toren des Waisenhauses fand. Sie bat ihre neue amerikanische Mutter inständig, sie Tanzstunden nehmen zu lassen, und bald erlernte sie Ballett, Modern Dance, Stepptanz und Jazzdance in der Dalia Hay’s Dance Academy in Cherry Hill, New Jersey. Sieben Jahre lang trainierte sie Ballett-Tanz an der „he Rock School for Dance Education. Sie gewann sowohl den „Hope Award“ als aussichtsreichste Nachwuchstänzerin, als auch den „Junior Grand Prix“ für herausragende Leistungen in ihrer Altersklasse beim „Philadelphia Regional Youth American Grand Prix“. Sie trainierte an verschiedenen renommierten Schulen, u.a. mit zwei Legenden der Ballett-Welt: mit Monsieur Daniel Seiller in Montreal und mit Mister Arthur Mitchell. Im Alter von dreizehn Jahren erhielt sie ein Stipendium des American Ballet Theatre. Beim „Youth American Grand Prix“ kam sie fünf Jahre nacheinander ins Finale und gewann ein Stipendium der Jaqueline Kennedy Onassis School of the American Ballet Theatre. 2011 und 2012 errang sie das „Beverly G. Smith“-Stipendium.

Rebecca Houseknecht

Erhielt ihre Ausbildung vor allem am Maryland Youth Ballet. Neben dem Tanztraining machte sie ihren Abschluss an der Arundel High School. Einige Monate nachdem Rebecca ein Engagement bei der The Washington Ballet’s Studio Company erhalten hatte, beendete sie mit achtzehn Jahren freiwillig ihre Karriere als Tänzerin. Dennoch tanzt sie noch heute in ihrer Freizeit leidenschaftlich Jazzdance. Zur Zeit studiert sie Logopädie an der Townson University in Maryland.

Stab:

Regie, Produktion, Schnitt: Bess Kargman
Kamera, Produktion: Nick Higgins
Produktion: Rose Caiola, Jennilyn Merten
Musik: Chris Hajian
Schnitt: Kate Amend

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Autor des Artikels: Susanne Gröschke