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Musical Chicago in Berlin

Weltpremiere und Tournee Hope – Die Obama Musical Story

Uraufführung des Interaktiv-Musicals am 17. Januar 2010 mit anschließender Deutschland-Tournee

Die Uraufführung des Musicals “Hope – Die Obama Musical Story“
findet am 17. Januar 2010 in der Jahrhunderthalle Frankfurt am Main statt. Anschließend soll es auf Deutschland-Tournee gehen.

Hope – Die Obama Musical Story – Termine und Tickets hier

Jimmie Wilson als Barack Obama in „Hope“, Foto: Move GmbH
Jimmie Wilson verkörpert Barack Obama im Musical „Hope“, Foto: Move GmbH

Erzählt werden in parallelen Handlungssträngen der Werdegang des heutigen US-Präsidenten Barack Obama sowie die gesellschaftlichen Ereignisse aus der Sicht einer Chicagoer Wohngemeinschaft. Die Inszenierung ist sprachlich in Englisch und Deutsch umgesetzt, so dass die Rahmenhandlung für jeden verständlich ist.

Dreißig erstklassige Künstler, Sänger, Tänzer und Schauspieler wirken auf der Bühne. Als Solisten sind Della Miles und Jimmie Wilson, bekannt als das Traumduo des Michael-Jackson-Musicals „Sisterella“, sowie Dynelle Rhodes, Original-Lead-Sängerin der „Weather Girls“, mit dabei.

Hope Titelfiguren Ensemble
Die Hope-Titelfiguren mit Ensemble, Foto: Move GmbH

Weltweit erstmals wird das Publikum dabei rhythmisch mitwirken: Der Saal ist mit 1200 speziell entwickelten Designerstühlen bestückt, die das kleinste Schlagzeug der Welt in sich tragen und einen unverwechselbaren Bass- und Snaresound ermöglichen. Während der Show wird das Publikum mehrmals zum Trommeln aufgefordert und angeleitet.

Tracy Plester als Sarah Palin
Tracy Plester als Sarah Palin, Foto: Move GmbH

Autor und Komponist Randall Hutchins vereint in „Hope“ einen Mix verschiedener Stilrichtungen im Bereich Pop, Soul, Gospel, HipHop und Rock. Die abwechslungsreiche Mischung eingängiger Melodien mit Hitpotential soll die Zuschauer von Beginn an mitreißen.

Bereits im September begeisterte das Musical-Ensemble mit einem ersten musikalischen Vorgeschmack rund 45 000 Zuschauer in der Commerzbank-Arena. Nach kurzer Zeit bereits swingte und klatschte das komplette Stadion zu bislang nicht gehörten Songs wie „Rock the Vote“. Fachleute der deutschsprachigen Musikszene lobten das hohe Niveau der amerikanischen Pop- und Soulmusik und bezeichneten den Sound mit „Earth-Wind-and-Fire-Qualität“.

Kevin Iszard in Hope
Kevin Iszard als Marvin Johnson, Foto: Move GmbH

Besetzung:

Barack Obama: Jimmie Wilson
Michelle Obama: Della Miles
Shirley Wickerson: Dynelle Rhodes
Elaine Johnson: Love Newkirk
Hillary Clinton, Sarah Palin: Tracy Plester
John McCain: David Hanselmann
Reverend Wright: Boysie White
Ricardo: Timothy Riley
Mrs. Schultz: Dunja Koppenhöfer
Michelle Obamas Mutter: Harriett Lewis
Mama Johnson: ELLIOTT
Bee Wickerson: Vanda Guzman
Marvin Johnson: Kevin Iszard
Ruby: Lerato Sebele

Ensemble/Musiker:

Carlos Serrano del Rio (Interactive-Coach), Leandro Saint-Hill Montejo, Nadine Kraft, Inez Paolini, Leonard Mardis, Errol Barrows, PrinCe, Yahaya, Faustina Hoe Fui Lin (Dance Captain)

Kreativteam:

Randall Hutchins, Autor & Komponist
Roberto Emmanuele, Produzent & Regisseur
Axel Benkner, Konzeptioneller Berater
Choreographie: Artemis Arnakis
Entwicklung Baff-Musikstühle: Roberto Emmanuele und Patrick Strese, Move GmbH

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Hope Die Obama Musical Story
Szenenfoto aus “Hope – Die Obama Musical Story”, Foto: Move GmbH

Autor und Komponist Randall Hutchins sowie Produzent Roberto Emmanuele zu „HOPE“

Wie kam es zu der Idee des Musicals?

Hutchins: Ich hatte die Idee während des Wahlkampfs 2008 – im Prinzip schon recht zu Beginn. Der Wahlkampf startete im Januar, ich verfolgte ihn von Deutschland aus und war zwischenzeitlich auch in den USA. Aber selbst nur das, was ich hier erlebte – vielleicht auch verbunden mit ein wenig Heimweh, wenn ich mit meiner Familie und Freunden sprach – fand ich spannend und die Stimmung beflügelte mich. Die Menschen hofften alle auf Veränderung für ein besseres Leben und es war ein schönes gemeinschaftliches Gefühl.

Wie entstand aus der bloßen Idee dann das Musical?

Hutchins: Erst dachte ich nur an einen Song mit dem Titel „Yes We Can“. Der Song entstand recht schnell, aber auch das Gefühl, noch mehr damit zu machen. Gleichzeitig lernte ich 2008 Roberto Emmanuele kennen, arbeitete mit ihm in einer Band und war als Musical Director in einigen seiner Shows. In der Zusammenarbeit sah ich, dass er ein sicheres Auge und Gefühl für das hat, was eine Show ausmacht und vor allem gut macht. Dazu noch das richtige Musikgefühl – das macht seine Shows einfach „special“! Inspiriert von diesen Eindrücken habe ich aus dem Song eine ganze Story gemacht und hoffte bereits darauf, dass Roberto mit MOVE die Show produziert.

Wie lange hat es dann letztendlich gedauert, Sie als Produzenten zu gewinnen, Herr Emmanuele?

Emmanuele: Zum einen muss ich sagen, dass ich noch bevor mir Randall die Musicalidee präsentierte den Gedanken hatte einen Song mit dem Titel „Yes we can“ zu produzieren. Allerdings wäre die Umsetzung in meiner Vision eine ganz andere gewesen. Ich hatte die Idee, drei bis vier Top-Stars von drei oder vier Kontinenten mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zu überzeugen, einen Song mit dem Titel „Yes we can“ gemeinsam zu singen. Als Randall mir mit der Musicalidee Rohfassungen auf einem kleinen Keyboard vorspielte, indem er mir die Melodie und Texte dazu vorsang, war ich begeistert. Die Songs berührten mich wirklich, so musste Randall nicht viel Überzeugungsarbeit leisten.

Ist die Geschichte wahrheitsgetreu nacherzählt, oder spielt eine Portion Phantasie mit?
Hutchins: Es ist eine Mischung aus beidem. Als Basis haben wir erstmal die Fakten der Historie 2008 umgesetzt. Hier treten neben Obama auch alle Figuren wie John McCain, Hillary Clinton, Michelle Obama und Sarah Palin in den entsprechenden Rollen auf. Die Texte sind in dieser Ebene weitestgehend von den Aussagen oder Reden der Protagonisten inspiriert, die oftmals auch 1:1 zitiert sind. Die zweite, zeitgleich erzählte Handlung der Wohngemeinschaft in Chicago ist zwar rein fiktiv, aber ebenfalls von tatsächlichen Geschehnissen inspiriert. Weiter habe ich mir in der Interpretation nun einfach vorgestellt, wie sich alle Beteiligten gefühlt haben oder was sie zeitweilig wohl gedacht haben. Und das Ganze wird – anders als in der Realität – in einer bewegenden Show mit einer erstklassigen Besetzung und mit guter Musik umgesetzt.

Jimmie Wilson als Obama
Jimmie Wilson in der Titelrolle, Foto: Move GmbH

Verfolgen Sie oder HOPE eine politische Aussage?

Hutchins: Ich muss dazu sagen, ich war nie sonderlich politisch interessiert und schon gar nicht politisch engagiert. Ich habe in früheren US Wahlkämpfen mal gewählt und oftmals auch nicht. Soviel zu meinem politischem Engagement oder Interesse im Allgemeinen. Das Musical und die Botschaft an sich, erzählt die Story nicht aus politischer Perspektive, sondern aus der gesellschaftlichen und kulturellen Ebene heraus. Es ist eine gesellschaftliche Story, stark auch geprägt von Lifestyle und Multikultur.

Emmanuele: Als Regisseur und Showproduzent bin ich ebenfalls kein sonderlich politischer Mensch und war auch nie politisch engagiert. Zudem bin ich ja als in Deutschland geborener Italiener hier in Deutschland nicht wahlberechtigt, so hatte ich zur Wahlthematik eher immer einen gewissen Abstand. Aber es geht bei der Erzählung im Musical „HOPE“ insbesondere um den historischen Moment der tatsächlich stattgefundenen und angestoßenen gesellschaftlichen Welle von „Change und Hope“. So würde ich vielleicht eher sagen, das Musical ist kulturell betrachtet aufgrund des Themas in seiner Basis eben auch „gesellschaftspolitisch“. Aber Hoffnung und guten Glauben betrachte ich im Prinzip eher als der Politik noch übergeordnet. Die Sehnsucht nach Hoffnung und Veränderung zu einer besseren oder auch friedlichen Welt halte ich im Grundsatz als eine gute und darstellungswürdige Botschaft, die man in jedem Fall auch guten Gewissens weiter tragen kann und sollte.

Was ist für Sie beide das Besondere an dieser Produktion?

Emmanuele: Ich denke, diese Frage wird zuletzt bis zur Premiere nicht ganz beantwortet bleiben, aber tatsächlich, denke ich, „die Kombination“ ist das Besondere an „HOPE“. Zuerst natürlich Randalls Musik als Basis, dazu eine Interpretation von einem „Traumcast“ mit erstklassigen Künstlern und Kollegen in allen Bereichen. Dies versehen mit Interaktion und Innovation ist tatsächlich gebündelt wirkende Energie. Dies bietet, wie ich in meiner Rolle als Regisseur und auf künstlerischer Ebene empfinde, sehr viel Kraft zur Schöpfung von Bühnenenergie, und diese ist in dieser Show wirklich „besonders“.

Hutchins: Es ist natürlich auch für mich schön zu sehen, wie meine Musik und Idee so hervorragend Interpretiert und inszeniert wird, und ich glaube, das werden die Menschen auch spüren.

Was, glauben Sie beide, wird das Publikum von dieser Show mitnehmen?

Roberto Emmanuele: Gute Musik, eine gute Performance und gute Stimmung!

Randall Hutchins: Ich schließe mich prinzipiell Roberto an und würde vielleicht noch hinzufügen: hoffentlich Hope, Hoffnung.

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Autor des Artikels: Susanne Gröschke